Impressionen aus der Notfallsanitäterausbildung

Im Rahmen des schulischen Ausbildungsteils wird theoretisch – praktischer Unterricht durchgeführt. Daher werden innerhalb der dreijährigen Ausbildung zum/zur Notfallsanitäter/in nicht nur praktische Übungen und Simulationen durchgeführt, sondern auch im Rahmen von mehrere Exkursionen sowie Lernausflüge theoretisches Wissen in die Praxis transferiert.

Fahrsicherheitstraining

Das Fahrsicherheitstraining ist für die Notfallsanitäterausbildung nicht vorgeschrieben. Daher haben sich unsere Kooperationspartner entschieden diesen eintägigen Trainingskurs selber zu finanzieren. Zusätzlich stellen die Rettungsdienste ihre Rettungsfahrzeuge zur Verfügung, damit die Auszubildenden mit Einsatzfahrzeugen realitätsnah üben können. Das Fahrsicherheitstraining findet auf dem Verkehrsübungsplatz in Olpe statt und wird vom ADAC durchgeführt.

Im Mittelpunkt Trainings stehten

  • Grundlagen (wie korrekte Sitzposition, „Büffeltritt“ und anderes),
  • das Verhalten und die Grenzen des Einsatzfahrzeuges in verschiedenen Situationen gefahrlos austesten zu können,
  • Übungen von Bremsmanövern auf glatten und griffigen Fahrbahnen sowie
  • Gegenmaßnahmen bei schleuderndem oder ausbrechendem Fahrzeug.
Bilderstrecke

DRK Höhenrettung Oberberg

Die interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen hauptamtlichen Rettungsdienst und ehrenamtlichen Kräften wie z. B. von der Höhenrettung des DRK KV Oberbergischer Kreis (DRK HöRett i.O.) hat in der Notfallsanitäterausbildung einen hohen Stellenwert. Dazu wird ein zweitätiges Praxistraining von der DRK HöRett i. O. in die Ausbildung integriert. Im Vorfeld werden die Auszubildenden mit den theoretischen Grundlagen vertraut gemacht. Bei den Trainingstagen geht es nicht nur um die Rettung aus großen Höhen sondern auch aus der Tiefen, von verschütteten Personen oder der Rettung aus schwer zugänglichem Gelände.

Drei verschiedene Praxisstationen (seilgestützte Rettung, traumatische Versorgung im Gelände, Umgang mit Gebirgstrage) stehen zur Verfügung, die von mehreren Trainern der DRK HöRett i.O. betreut werden. Jeder Auszubildende hat ausgiebig Zeit jede Station zu durchlaufen.

Bilderstrecke

Polizei Gummersbach

Eine weitere eintägige Exkursion im Rahmen der Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen führt zur Polizei Gummersbach.  Während der Vorträge zu den Themen ‚Zusammenarbeit mit der Polizei‘, ‚häusliche Gewalt‘ und ‚polizeiliche Gefahrenlagen‘ wird auf einen regen Austausch zwischen Auszubildenden und den verschiedenen Fachdozenten der Polizei Wert gelegt.

Eine Führung durch die Polizeiwache Gummersbach mit anschließender Besichtigung der Polizeifahrzeuge und des Schießkinos schließen die Exkursion ab.

Bilderstrecke

Wasserrettung bei der DLRG Köln

Die Einsatzgebiete der kooperierenden Rettungsdienste sind reich an stehenden und fließenden Gewässern. Die DLRG Köln ermöglicht den Auszubildenden einen intensiven Einblick in die Besonderheiten der Wasserrettung.  Die zweitätige Exkursion besteht aus theoretischen Inhalten sowie praktischen Übungen. Es werden Wasserrettungsübungen mit dem Rettungsboot und anderen Rettungsmitteln auf dem Rhein und dem Fühlinger See eingeübt.

Bilderstrecke

Unterricht im Simulationsraum

Der Simulationsraum der AGewiS ist mit einer hochwertiger Audio- und Videotechnik, einer LED-Einwand und mehreren Simulationspuppen ausgestattet um Rettungseinsätze möglichst realitätsnah darstellen zu können. Dort wird neben Skilltraining (Fertigkeitstraining im Kontext von Einsatzsituationen) auch CRM-Teamtraining durchgeführt. CRM steht für Crew-Ressource-Management in dessen Zentrum Kommunikation im Team, Fehlervermeidung und Erhöhung der Patientensicherheit stehen.

Das Teamtraining besteht aus dem Abarbeiten eines Szenarios und anschließendem Debrefing (Nachbesprechung), welches das Herzstück der Simulation darstellt. Hier findet der eigentliche Lernprozess statt (double-loop-learning).

Die Auszubildenden durchlaufen während ihrer dreijährigen Ausbildung ca. 25 Simulationen im Simulationsraum. Die Dozenten, die die Simulation durchführen, haben alle einen zertifizierter Instruktorenkurs für Simulationstrainings beim Institut für Patientensicherheit & Teamtraining (InPASS) absolviert.

Bilderstrecke

Luftrettung

Im rettungsdienstlichen Alltag ist die Zusammenarbeit zwischen bodengebundenem Rettungsdienst und Luftrettung wichtig, nicht nur bei Sekundärtransporten (Verlegungsflügen) sondern auch bei Primärtransporten (Flüge von der Einsatzstelle in Spezialkliniken).

Der Rettungshubschrauber (RTH) ist neben Rettungstransportwagen (RTW) und Noarzteinsatzfahrzeug (NEF) ein weiterer Einsatzbereich für Notfallsanitäter.

Die Exkursion zum Rettungshubschrauber Christoph 25, der am Jung-Stilling Krankenhaus in Siegen stationiert ist und vom ADAC betrieben wird, ermöglicht einerseits einen Einblick in die Tätigkeit des Notfallsanitäters in der Luftrettung und andererseits in die Ausstattung und somit das Behandlungsspektrum dieses Rettungsmittels.

Bilderstrecke

Praxistraining MANV- und Großschadenslagen

Einsätze mit einer großen Anzahl an Verletzten und Erkrankten stellen die Rettungsdienste immer wieder vor große Herausforderungen. Geprägt durch dynamische und komplexe Situationen, Zeitdruck und hohem Koordinierungsaufwand der verschiedensten Einsatzkräfte, müssen von Beginn an wegweisende Entscheidungen getroffen werden, um für die Betroffenen das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Um für diese Massenanfälle von Verletzten (MANV) und für Großschadenslagen vorbereitet zu sein, besteht an der AGewiS Rettungsfachschule ein mehrstufiges Konzept zur Erlangung der Handlungskompetenz für diese schwierigen Einsatzlagen.

In der praktischen Übungsphase werden dazu verschiedene Szenarien simuliert, in denen die Auszubildenden in unterschiedlichen Funktionen das Einsatzgeschehen bewerkstelligen.

Wesentliche Themen im Zusammenhang mit dieser Lerneinheit sind u.a.:

  • Spezielle Traumatologie und Katastrophenmedizin
  • Interkation und Kommunikation in Gruppen und Teams
  • Gefahrenlehre und Sicherheit an Einsatzstellen
  • Aufbau und Struktur der Gefahrenabwehr
  • Konzepte und Planungen der zuständigen Behörden
  • Aufgaben ersteintreffender Rettungsmittel
  • Führungslehre und Zusammenarbeit mit anderen Behörden und Organisationen
Bilderstrecke

Technische Rettung und Zusammenarbeit mit der Feuerwehr

Bei Verkehrsunfällen, nächtlichen Einsätzen und vielem mehr arbeiten Rettungsdienst und Feuerwehr Hand in Hand.

In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Bergisch Gladbach gestaltet die AGewiS einen eintägigen Übungstag zum Thema Zusammenarbeit mit der Feuerwehr bei Verkehrsunfällen und technische Rettung. Dabei haben die Auszubildenden die Möglichkeit unter Anleitung der Fachdozenten die schweren Gerätschaften (z. B. hydraulischen Rettungsschere oder -spreizer) an Fahrzeugen vom Schrottplatz auszuprobieren.

Bilderstrecke

Akademie Gesundheitswirtschaft
und Senioren

Haben Sie Fragen?

Wir helfen Ihnen gerne weiter. 





    *Pflichtangaben